Eigentlich dachte ich ja, nur in Jena hätten sich die Grünen so völlig von jedem Umweltschutzgedanken verabschiedet. Noch eine komplett überflüssige Partei der Mitte.
Hauptsache, man kann staatstragend agieren und mal wieder einen Antrag der Linken ablehnen – da sind Inhalte egal.

11k2

gasland

Im zuständigen Ausschuss des Landtags von Thüringen haben Anfang des Monats CDU, SPD und Grüne gemeinsam gegen ein Fracking-Verbot gestimmt. Fracking ist, wenn man was mit sehr grossen Anteilen sehr giftiger Substanzen darin tief in die Erde presst, um die letzten verbliebenen Erdgas- und Erdöl-Vorkommen freizusetzen und nach oben zu drücken. Dabei wird das Grundwasser mit den erwähnten Giftstoffen verseucht, die ökologischen Folgen sind unabsehbar.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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5 Antworten zu

  1. totschka schreibt:

    Diese Linke-Phobie und der Zwang, alle Anträge aus dieser Ecke abzulehnen, ist eigentlich lächerlich und ein unwürdiges Schauspiel. Ich mache keinen Hehl aus meiner Einstellung zu den Grünen: sie sind mir schnurz, spätestens seit sie erstmals der Beteiligung der Bundesrepublik an Kriegseinsätzen im Ausland zustimmten. Die von den Olivgrünen getragene neoliberale Wirtschaftspolitik und die ungetrübte Zustimmung zur Agenda 2010 haben mir gezeigt, dass die Grünen nichts anderes sind als bloß eine umlackierte FDP.

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Schnurz ist was anderes. In Jena regieren die Grünen mit und segnen jede Baumfällung ab. Schon deshalb sind sie ein Ärgernis für mich, auf das man immer mal wieder hinweisen muss. Agenda 2010 und Krieg sind natürlich auch passable Gründe, sie nicht zu mögen. Bisher dachte ich ja, sie würden sich wenigstens noch um die Umwelt kümmern, aber selbst da … Wer Umweltschutz will, sollte definitiv was anderes wählen.

      • totschka schreibt:

        Was ich so nonchalant mit „schnurz“ bezeichnete, ist die diplomatische Umschreibung für völlige Verachtung. Auch den Umweltschutzgedanken nehme ich dieser systemischen Menschengruppierung schon lange nicht mehr ab. Für das kleinste Zipfelchen Macht verkaufen die noch jede Überzeugung oder gar ihre eigenen Mütter.

      • Heidrun Jänchen schreibt:

        Mit dieser Definition von „schnurz“ könnte ich mich anfreunden, obwohl ich sie in Jena als Ärgernis betrachte, das aus dem Stadtrat gewählt werden sollte. Das Schlimme ist, dass viele Leute immer noch denken, die Graugrünen stünden für Bürgerrechte und Ökologie. Ich hätte ja selbst angenommen, dass sie aus den Gebieten, die sie bombardieren wollen, zuvor die Erdkröten heraustragen lassen. Tja, Erdkröte, Pech gehabt! Im Moment ist es der grüne Markenkern, nur fair gehandelten Kaffee zu trinken. Das wird die Welt besser machen …

  2. Max Headroom schreibt:

    Ach, das waren noch Zeiten, als eine neue Partei namens „Grüne“ aufstand, um für Frieden und Umweltschutz einzutreten. Nachdem sie sich vor Jahren schon vom Frieden verabschiedet hat, hat sie nun auch den Umweltschutz in die Tonne gekloppt und durch Umweltschmutz ersetzt. Eigentlich sollte diese Hustentruppe sich jetzt selbst kompostieren, da sie keinerlei Sinn mehr in ihrer Existenz hat. Sie haben deutlich gezeigt, daß es nicht um die Lösung von Problemen geht, sondern nur um politisches Kalkül im Sinne von Geld, Macht und Posten sichern. Sowas kann man am besten, wenn auf die LINKE draufhaut. Ist doch völlig egal, ob deren Vorschläge Sinn haben. Draufgehauen muß werden, dann bietet man sich als Koalitionspartner den anderen Parteien an. Um nicht zu sagen, man schleimt sich an. Könnte das neue Logo werden: Schleimende Schnecke auf grünem Salatblatt (leicht angefressen).
    In Abwandlung eines alten Spruches:

    Wer so tief im Arsch der Politik steckt,
    dem geht kein Licht mehr auf!

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