Expeditionen zum Planeten Franconia

ph0577Franconia, lässt Herausgeber Bernd Flessner wissen, ist der bekannteste Planet des Pegnitz-Systems, nicht weit von unserem Sonnensystem. Dass Franken nicht zu Bayern gehört, haben wir inzwischen verinnerlicht, aber der Separatismus geht deutlich weiter …
Jedenfalls hat er 16 Autoren und den Illustrator Lars Herrmann zu einer Raumschiffbesatzung zusammengestellt, um über die Abenteuer der Franken im Weltraum oder die Zukunft auf fränkischem Boden zu berichten. Einzige Bedingung: irgendwo muss ein Franke vorkommen.
Obwohl ich etwa 70 Kilomete südlich der Landesgrenze zu Hause bin, konnte ich mich als blinder Passagier einschmuggeln und zwei Storys beisteuern, die brav in Nürnberg spielen. Ich habe extra den Fahrplan der Nürnberger U-Bahn auswendig gelernt, aber die Finger von den Pfefferkuchen gelassen. Man erfährt, warum Datenbrillen keine so gute Idee sind und was Wirtschaftsminister und Geschwindigkeitsüberschreitung miteinander zu tun haben.
Außerdem an Bord:
Tobias Bachmann
Veit Bronnenmeyer
Tobias Fallberg
Bernd Flessner
Joshua Groß
Marco Jäger
Fitzgerald Kusz
Rainer Lewandowski
Marian Meidel
Werner Nürnberger
Andreas Riedel
Peter Schanz
Friedericke Schmöe
Friedhelm Sikora
Elmar Tannert
Das verspricht interessant zu werden, denn die meisten sind eben keine guten Bekannten aus der Szene, sondern vor allem gute Franken.

Verlag Ph.C.W. Schmidt, Neustadt / Aisch (www.verlagsdruckerei-schmidt.de)
248 S., Maße: 24,0 x 17,0 cm,  gebunden, bibliophile Qualität,
ISBN: 978-3-87707-858-7, Preis: 19,90 €
Erhältlich in jeder Buchhandlung und im Online-Buchhandel.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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8 Antworten zu Expeditionen zum Planeten Franconia

  1. gmr schreibt:

    Vielen Dank für den Tipp. Und wie bekommen wir ein Buch mit thüringer SF hin?

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Thüringen ist verdammt klein … Ich weiß nicht, ob man da genügend Leute auftreiben kann, die bereit sind, mal eben eine SF-Story zu schreiben. Ich bin ja schon mit dem Projekt „SF aus Deutschland Ost“ grandios gescheitert, obwohl es immerhin zur Veröffentlichung der Vilm-Bücher geführt hat (was wiederum ein Erfolg ist). Die Angelegenheit war ziemlich entmutigend: Von denen, die noch nicht tot waren, hatte die Hälfte die SF ganz an den Nagel gehängt und der Rest kein Interesse. Ich bin also nicht so ganz motiviert, so etwas noch einmal zu versuchen.

  2. gmr schreibt:

    Meinst du wirklich, dass das so schwer wäre? Meine Vorstellung: Ein Taschenbuch, ca 50000 Wörter (knapp 200 Seiten), aufgeteilt auf 4-5 Erzählungen von Phantastik bis SF. Fantasy würde ich außen vorlassen. Das Ganze auf ca 3 Jahre Verkauf konzipiert und dann möglichst vielen Thüringer Buchhandlungen für die Thüringen-Ecke anbieten.
    Problematisch ist allerdings aus meiner Sicht, genügend gute Thüringer Themen zu finden.
    Ein wunderschönes Buch in diese Richtung ist ‚Der Traum vom Meer‘, leider hat das Buch aber keine Regionalkomponente.

  3. Heidrun Jänchen schreibt:

    Wie gesagt: Ich hab’s versucht, und es war nicht sonderlich erfolgreich. Soweit ich weiß, verkauft sich auch „Der Traum vom Meer“ ausgesprochen schleppend, egal wie schön es aussieht. Das bremst den Enthusiasmus weiter.
    Die Themen sind dagegen nicht so das Problem. Es reicht, dass eine Story in Jena, Erfurt oder Oberlemnitz spielt, um sich zu qualifizieren, und das ist nicht so schwierig. Nur eine U-Bahn haben wir natürlich nicht. Ich finde sowieso, man sollte dreimal nachdenken, ehe man eine Story in New York, Boston oder Reykjavik ansiedelt. Wenn man keinen Grund dafür hat, tut es Stadtroda auch. Alternativ wäre auch ein Altenburger an Bord eines Interstellarfluges zulässig.
    Wenn ich mir die Kollegen im Schriftstellerverband allerdings so ansehe, würden wohl höchstens ein, zwei davon sich auf ein derartiges Experiment einlassen. Das war der Dreh bei den Franken: dass Genrefremde die Herausforderung angenommen haben.

    • gmr schreibt:

      Ich habe jetzt alle drei Bände da und lese sie, Hier der erste äußere Eindruck:
      1. Das Format ist aus meiner Sicht einfach zu groß – wer kauft schon – quasi nebenbei – ein A5-Buch? Ebenso sind die Bücher sehr schwer (papierbedingt). Ich würde Taschenbücher vorziehen.
      2. Inhaltlich: manche Perlen entdeckt, aber einiges für eine ‚Einsteigerliteratur‘ zu literaturlastig.
      3. Cover: leider nicht sehr ansprechend – gibt’s keine Idee mit der Nürnberger Burg oder so?
      4. Verfügbarkeit: Ich habe keinen der drei Bände jemals in einer fränkischen Buchhandlung gesehen.
      Ich habe mir jetzt noch die SF aus Ostfrieland bestellt, bin schon gespannt.

  4. gmr schreibt:

    Verdammt: Schreibfehler sieht man immer erst hinterher. Kann man die noch nachträglich korrigieren?

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Kein Problem. Mache ich zuweilen auch selbstherrlich. Kommentar ist jetzt sauber lektoriert online. Zum Buch schreibe ich noch etwas. Für Kritiken zur Gestaltung bin ich nicht die richtige Adresse – ich bin nur einer der beteiligten Autoren und hatte vorher keine Ahnung, was auf mich zu kommt.

      • gmr schreibt:

        „Für Kritiken zur Gestaltung bin ich nicht die richtige Adresse…“ darüber bin ich mir im Klaren. Es war auch nicht als Kritik gemeint, sondern ich wollte nur verdeutlichen, was ich beim oben angesprochenen Projekt – wenn es was wird – auf jeden Fall anders machen würde.

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