Aufgemacht – nach Wiesloch

Für alle Leser, die zufällig in der Nähe von Wiesloch zu Hause sind (vermutlich nicht so arg viele …) mal was ganz Anderes:

Am nächsten Sonnabend (12.10.2013) gibt es ab 20:00 Uhr bei EnBW Wiesloch unter dem Titel „Aufgemacht in andere Welten“ einen flotten Science-Fiction-Dreier mit Karsten Kruschel, Armin Rößler und mir.Karsten hat mit seinen Romanen aus dem Universum nach Landau schon zwei Deutsche Science Fiction Preise eingeheimst. Insbesondere sein Planet Vilm, auf dem ein Weltenkreuzer abgestürzt ist, ist ein ganz besonderer Ort. Die Überlebenden versuchen, im Dauerregen ein Gemeinwesen aufzubauen – und stellen fest, dass es längst intelligente Bewohner gibt, die scheinbar nur auf ihre menschlichen Gegenstücke gewartet haben. Für November hat mir Karsten einen weiteren Band angedroht, den ich gnadenlos lektorieren, zusammenkürzen und aufräumen werde, damit wieder etwas Preisverdächtiges entsteht. Wenn er gut drauf ist, verliest er auch Zitate aus dem Lektoratsbriefwechsel. Sein Lieblingskommentar ist „Hrmpf!“, das wahlweise „Wie oft muss ich das noch anstreichen?“ oder „Mach was du denkst, aber gib mir nicht die Schuld“ heißen kann.
Armin Rößler hingegen pflegt meine Bücher zu lektorieren, und bei den von uns beiden herausgegebenen Story-Bänden fliegen gelegentlich größere Fetzen durch das Internet. Auch sprachlich ist Deutschland noch längst nicht wiedervereinigt. Er hat ebenfalls ein eigenes Universum und bevölkert es mit den seltsamsten Fremdwesen und Zivilisationen, die sich eine Autorenhirn ausdenken kann. Alles, was ich über Neue Deutsche Rechtschreibung weiß, weiß ich von Armin. Und obendrein macht er richtig gute, verwirrende Plots. Ab und an lektoriere ich (Rache muss sein) auch Armins Texte. Das ist eher einfach: Wenn man ein Viertel rausgestrichen hat, ist alles gut. Das ist ungefähr wie beim Schnitzen: Man muss einfach nur alles Störende wegschneiden, und schon ist da die Figur.
Ich bin vor allem Storyschreiber und habe mit einiger Mühe Text herausgesucht, der einerseits kurz genug für eine Lesung ist und andererseits leidlich zum Thema der Veranstaltung passt. In letzter Zeit neigen meine Geschichten zu einer gewissen Länge. Sehr oft kommen sie mit dem Universum aus, das gerade da ist, nicht selten mit der guten, alten Erde. Aber ich jage gern mal etwas in die Luft. Rein verbal natürlich.
Es wird lustig. Also kommt in Massen.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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6 Antworten zu Aufgemacht – nach Wiesloch

  1. Karsten schreibt:

    Es ist der 12.10.2013, Heidrun. (Und ich hab’s schon weitergepostet, grrr.)

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Äh, ja. Hrmpf! Bei 365 Tagen im Jahr kann man schon mal die Übersicht verlieren! Immerhin stimmte der Sonnabend. Blöderweise hat man mir noch einen hochdringenden, nicht ignorierbaren Termin für den 13.10. reingehauen, der das Ganze etwas hektisch macht und im Moment offenbar mein Denken dominiert. Am 12.10. lesen, am 13.10. die Welt retten …

  2. Klaus schreibt:

    Praktisch vor meiner Haustür – und ich kann an dem Tag nicht. Seufz

  3. Klaus schreibt:

    Verwünscht – Sonnabend … das ist ja gar nicht Sonntag, sondern Samstag! Immer diese regionalen Sprachverwirrungen 😉

    Dann habe ich vielleicht doch die Chance, mein Exemplar von „Willkommen auf Aurora“ signieren zu lassen (-:

    Der Veranstaltungsort ist in der Hauptstraße 152 und es gibt eine Website: http://literatur-wiesloch.de/

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Von der Vorstellung, dass überall in Deutschland Deutsch gesprochen wird, habe ich mich vor einiger Zeit verabschiedet. Wir haben uns beim Lektorat des öfteren mit Duden beworfen, um den jeweiligen Standpunkt zu verteidigen. Sonnabend ist nicht Sonntag, sondern der Tag davor. Völlig korrekt.

      • Klaus schreibt:

        Anscheinend hatte ich Sonnabend gelesen und mir Sonntagabend gemerkt. Ist hier in der Region eher ungebräuchlich.

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