Das wahre Leben: Wahlwerbung 3 oder 4

„Richtig: GRÜN“ plakatieren die Grünen in Jena. Themen? Nicht so wichtig. Statt dessen grinst Oberwendehals Kristian Philler vom Plakat, der sich 2010 noch an die Eichplatz-Bäume ketten wollte, 2013 für Verkauf und Kettensäge stimmte und 2014 nach der verlorenen Abstimmung plötzlich für Bürgerbeteiligung ist. Wenn die Zustimmung zu Einkaufstempeln anstelle von Grünanlage und Stadtbäumen neuerdings richtig grün ist, dann sollte man doch den Frosch wählen:

Falsch_Gruen

Jena, Mittelstraße, Laternenmast ganz unten.

Irgendwie haben die Jungs und Mädels den Punkt verpasst, an denen ich ihnen erfolgreich die Farbe Betongrün angehängt habe. Der Ehrentitel hält sich erstaunlich gut …

PS: Diesmal schlägt mir WordPress das Tag „Oberwendehals Kristian Philler“ vor. Was der Filter manchmal so für relevant hält … Aber wer bin ich, ihm zu widersprechen?

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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4 Antworten zu Das wahre Leben: Wahlwerbung 3 oder 4

  1. Tobias Schäfer schreibt:

    Bei den Piraten steht dafür: „Gute Ideen sind da um kopiert zu werden“ – erstmal mit der Bilderreihe vom Baumstamm über das Rad zur CD einleuchtend. Differenzieren die Piraten da eigentlich? Was sagst du als Schriftstellerin dazu?

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Oh, bei uns stehen da so sinnige Dinge wie: „Wir wissen nicht alles besser, aber wir wollen alles genau wissen.“
      Die Sache mit dem Copyright ist so ziemlich das Einzige, wo sich die Piraten in Jena überhaupt nicht einig sind. Ich kann also nach wie vor der Meinung sein, dass Urheberrecht richtig und wichtig ist und jeder, der für freies Kopieren ist, eine Knalltüte. Anders liegt die Sache bei Forschungsergebnissen, die aus steuerfinanzierter Forschung kommen. Da lautet der Konsens, dass wir sie ohnehin schon bezahlt haben. Also sollten sie kostenlos allen zur Verfügung stehen, genau wie Bürgersteige oder Straßenbeleuchtung.
      Die Debatte über den Rest halte ich aus, solange die kommunalpolitische Richtung stimmt.

      • Tobias Schäfer schreibt:

        Die Argumentation mit dem steuerfinanzierten Zeug, was einbehalten wird, unterschreibe ich. Im Endeffekt sind alle steuerfinanzierten Einrichtungen Dienstleister der Steuerzahler, und das wollen die betroffenen Stellen nicht verstehen. In der Forschung bremst das Patentrecht die Entwicklung natürlich, aber Kulturerzeugnisse ohne Urheberrecht sind derzeit undenkbar.

      • Heidrun Jänchen schreibt:

        Da sind wir uns einig. Die Kollegen Freiberufler würden schlicht verhungern, auch wenn gelegentlich mal jemand ein Buch, dass er kostenlos runtergeladen hat, anschließend kauft, um es zu verschenken.
        Patentrecht ist allerdings ein noch weiteres und trostloseres Feld. Kein Mensch überblickt die Millionen von Patenten wirklich. Ohne teure Klage kann man kein Patent wirklich durchsetzen. Viele lassen es drauf ankommen, ob sie überhaupt erwischt werden. Patentrecherchen fressen Unmengen von Zeit, die man auch kreativ verwenden könnte. Ich hatte letztens eine Trefferzahl von über 10.000, die ich dann kreativ eingegrenzt habe – wohlwissend, dass ich mich damit rechtlich auf dünnes Eis begebe. Aber wann hätte ich 10.000 Patente lesen sollen? Kosten und Nutzen stehen in keinem Verhältnis. Einzige Ausnahme: Patentanwälte leben wirklich gut davon.

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