Neuer Gast in der Suppenküche

Nein, Suppe gibt es eigentlich nicht, aber im Moment stehen die Bedürftigen bei uns hinterm Haus Schlange. Neuerdings gehört auch er dazu:
Haeher

Bis Mitte November standen noch zwei große Eichen in nächster Nähe unseres Hauses – für den Eichelhäher ein gefundenes Fressen. Die fielen einer Straßenbaumaßnahme zum Opfer. Es heißt, ihnen fehlten von der letzten derartigen Aktion schon alle straßenseitigen Wurzeln. Zwar hat man zwei neue Bäumchen gepflanzt, doch bis die Eicheln tragen, können noch ein paar Jahre ins Land gehen.
Aber Erdnüsse sind auch nicht so schlecht. Wie ich inzwischen gelernt habe, legt der Häher einen Vorrat für den Winter an. Mit anderen Worten: Wahrscheinlich frisst er die Nüsse gar nicht, sondern bunkert sie irgendwo. Mann, den Supermarkt gibt es morgen auch noch!
Ich hoffe, er bleibt in der Gegend, bis die Zählung stattfindet. Nicht dass er dann auf seinem Vorrat sitzt und sich schief lacht, weil ich auf ihn warte.

 

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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3 Antworten zu Neuer Gast in der Suppenküche

  1. Inge schreibt:

    Und, hat er euch schon ein Liedchen vorgesungen? Eichelhäher gehören zu den besten Stimmenimitatoren. Wir hatten mal einen im Garten, der trällerte wie eine Amsel, eine anderer hatte den schrillen Pfiff eines Bussards drauf.

  2. Christian Weis schreibt:

    Auf Wikipedia gibt’s Hörbeispiele – demnach fliegt hier bei uns auch mindestens einer herum.

    Auf jeden Fall ein hübscher Kerl. Oder Mädchen?

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Soweit ich weiß, haben Häher keinen Geschlechtsdimorphismus. Jungs und Mädels sehen also gleich aus. Und ob er singt? Keine Ahnung. Im Moment scheint er mehr im Fressmodus zu sein. Man muss Prioritäten setzen, und mit vollem Schnabel singt man nicht. Ich werde das im Frühjahr mal beobachten. Dann sind die gefiederten Freunde viel sangeslustiger.

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