Weniger ist mehr

Jenas Fußballfans wünschen sich ein saniertes Stadion mit Toiletten, der Rest der Bürgerschaft ein Hallenbad. Grund genug für die Stadtverwaltung, ein drittes Gutachten zur Wirtschaftlichkeit eines Kongresszentrums einzuholen, diesmal vom City-Marketing Mainz. (Klingt unlogisch? Das ist nicht meine Schuld.)
Die Stadtvermarkter stellen sich stolz selbst vor, unter anderem die Zahl ihrer Mitarbeiter:

Mainz_Arbkraefte

Sieht irgendwie toll aus, oder? Wir lernen, dass in Mainz gilt: 69>70, und zwar um ziemlich genau 25 %.
Für die, die es genau wissen wollen, hier die Größenverhältnisse der visuellen Information: 1 zu 2.66 zu 3.33.
Und dazu die realen Mitarbeiterzahlen: 1 zu 1.25 zu 1.23.
Erwartungsgemäß steht am Ende der Studie wieder mal ein satter Gewinn für die Stadt, allerdings nicht aus dem Konferenzzentrum an sich, sondern durch „Umwegrentabilität“. Wenn ich die Mitarbeiterstatistik als Maßstab nehme, dann bin ich weiterhin gegen die neue Geldverbrennungsmaschine, mit der man den „Leuchtturm Jena“ befeuern möchte.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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