Sprachmurks: Der Deppenapostroph

Man wird nie herausfinden, welcher Depp erstmals „Gabi’s Hotdog-Bude“ auf ein Schild schrieb, weil es so viel weltläufiger klang als „Gabis Bockwurstbude“. Oder auch falscher. Was das Genitiv-s am Ende von Namen betrifft, hat der Duden inzwischen den Krieg verloren gegeben. Wenn genügend Deppen mitmachen, dann ist es halt richtig, basta.
Allerdings ist die Guerilla zur Zersetzung der deutschen Sprache damit noch längst nicht am Ziel. Es gibt noch viel mehr Buchstaben, die man mit Apostrophen abtrennen kann. Ein besonders depperiges Beispiel kann man in Templin in einem Café am Markt bewundern:

DeppenapostrophJetzt warte ich nur noch auf Fügungen wie Kek’s, Rap’s oder Apfelmu’s. Dinge wie freitag’s und Mittag’s-Tisch haben andere andernorts schon gefunden.
Du willst dich noch mehr gruseln? Dann empfehle ich die Kapostrophen-Jäger Das Kapostropheum oder Michael Spohn. Das glaubt man nicht. Stopp! Da’s glaubt man nicht.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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