Big Brother wants to watch

WatchingWir haben ein Problem mit Wohnungseinbrüchen. Wir haben auch eine Menge andere Probleme – Fracking, CETA, Glyphosat, Attacken gegen den Mindestlohn … Und Wohnungseinbrüche.
Unser Innenminister Thomas de Maizière hat dafür zwei geniale Gegenmittel: bewaffnete Bürgermilizen mit Kurzausbildung, damit auch in Deutschland endlich harmlose Teenager mit Kapuzenpullis über den Haufen geschossen werden, und:

„Es sei vielmehr denkbar, Kreuzungen in Einfamilienhaussiedlungen zum Kriminalitätsschwerpunkt zu erklären und dort öffentliche Kameras zu installieren.“
(zitiert nach Zeit online)

Immer, wenn irgendwas schief läuft im Lande, schreit man nach mehr Überwachung. Nicht etwa nach mehr Polizeipräsenz auf den Straßen. Das würde kosten. Irgendwann werden wir keinen Schritt mehr tun können, ohne überwacht zu werden.
Und deshalb gibt es heute zwei Literaturtipps zum Thema Überwachung. Der erste Text stammt von Charles Str0ss und ist leider nur englisch verfügbar: The Concrete Jungle. Wer sich danach nicht unbehaglich fühlt, wenn er eine Kamera auf sich gerichtet sieht, dem ist nicht zu helfen.
Nummer zwei ist auf meinem eigenen Mist gewachsen und wie so oft ein Aufruf zum zivilen Ungehorsam: Eine_typisch_anarchistische_Handlung_F

Und für alle, die tatsächlich glauben, Big Brother sei eine alberne TV-Show, in der sich Selbstdarsteller auf dem Klo beobachten lassen – lesen bildet: 1984
Das Artikelbild stammt aus dem öffentlichen Raum in Hasselt. Dank U wel – wer auch immer das war.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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Eine Antwort zu Big Brother wants to watch

  1. Max Headroom schreibt:

    Big Brother will watch!
    Wie üblich, nutzt man den Fußball-Rummel, um der abgelenkten Bevölkerung wieder einige Unliebsamkeiten überzuhelfen:
    https://www.jungewelt.de/2016/06-23/001.php
    Besonders begeistern mich die dazu befragten „unabhängigen Sachverständigen“!
    Und was sagt die Bevölkerung? Na, wenn’s aber doch für die Sicherheit ist ….
    Arrrgh!

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