Annektiert Österreich!

Ein deutscher Offizier hat einen Anschlag auf den Bundespräsidenten geplant, wie weiland Stauffenberg auf Hitler. Allerdings nicht, weil unser oberster Weltverantwortungspfaffe bei jeder unpassenden Gelegenheit den Militärseelsorger gegeben und gegen die Kriegsmüdigkeit des deutschen Volkes gewettert hat. Eher wegen mangelnder Fremdenfeindlichkeit. Es ist tatsächlich ein feiner Unterschied zwischen Fremden, die mit deutscher Mithilfe – Waffen, Aufklärung, eigener Beschuss … – sterben, und solchen, die davor nach Deutschland fliehen, weil sie zu Recht annehmen, dass die Deutschen keine Bomben auf Deutschland werfen lassen.
Nein, dem deutschen Offizier ging es um einen Vorwand. Wenn die blöden Flüchtlinge nicht endlich selbst Attentate verüben, dann muss man eben nachhelfen, so wie andere Zahlen zur Ausländerkriminalität „schöpfen“. Da sind wir dann eher beim Sender Gleiwitz, nur mit höherem Einsatz.
Jetzt ist das Geschrei groß. Wie konnte das passieren? Haben wir etwa ein Problem mit brauner Gesinnung bei der Truppe, die bis heute Kasernen nach Wehrmachtsoffizieren benennt? Kann nicht sein. Und wie konnte ein Deutscher ohne Arabisch-Kenntnisse als Syrer durchgehen? Ist das der lange erwartete Beweis, dass die syrischen Flüchtlinge gar keine Syrer sind, sondern eigentlich Wirtschaftsflüchtlinge aus Rumänien, Eritrea und Kambodscha? Oder, äh, Illkirch? Wie konnten die zuständigen Behörden so versagen?
Das ist die falsche Frage. Sie haben nicht versagt. Man muss annehmen, dass sie bewusst getan haben, was sie getan haben – so wie zahlreiche Geheimdienste einen kriminellen Tunesier, der überall von seinen Attentatsplänen erzählt hat, fröhlich gewähren ließen.
Das politische Ziel der kurzzeitigen Fremdenfreundlichkeit ist erreicht. Kein Mensch redet mehr darüber, dass deutsche Banken nach wie vor Griechenland aushungern und deutsche Heuschrecken dort die Konkursmasse auffressen. Wir sind doch gar nicht böse. Nachdem wir uns jahrelang bestmöglich gegen Flüchtlinge abgeschottet hatten, haben wir einmal für kurze Zeit wieder ein paar aufgenommen, das aber so katastrophal organisiert, dass jeder merken musste: Die treiben uns in den Ruin.
Das reicht jedoch noch nicht, um zum normalen Zustand der Fremdenfeindlichkeit zurückzukehren. Zu wenige Menschen sind bereit, an das sichere Herkunftsland Afghanistan zu glauben, solange da die Bundeswehr für Unsicherheit sorgt. Also muss Angst her.
Erfreulicherweise für die deutschen Schlapphüte finden sich militante Irrsinnige auf beiden Seiten, die man nur machen lassen muss. Früher musste man sich – wir erinnern uns an das Celler Loch – noch selbst die Hände schmutzig machen.
Das Ganze wäre super gelaufen, hätten nicht die Österreicher auf dem Flughafen Wien-Schwechat den gefälschten Gotteskrieger einfach festgesetzt. So wird das nichts mit dem Fake-Terrorismus. Die Österreicher folgen der deutschen Staatsräson einfach nicht. Es wird Zeit, das Alpenvolk wieder zu annektieren, damit man weiter von unerklärlichem Versagen schwadronieren kann, wo erklärliches Gewährenlassen herrscht.

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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