Paradies 1.9: Neue Vogelzählung

Am letzten Wochenende hielt der NABU mal wieder seine allgemeine Vogelzählung ab. Im Garten zwitschert es zwar heftig, aber nur in seltenen Fällen lässt man sich auch sehen und zählen. Immerhin konnte ich die zwei Stockenten erfassen, die gelegentlich zwischen dem Feuerlöschteich von Lichtenhain und der Saale pendeln. Man hat ihnen im Bergdorf sogar ein Entenhäuschen aufgestellt.
Ansonsten geht man zum Zählen ins Paradies, den Volkspark an der Saale, bewaffnet mit Notizbuch und Kamera. Letztere braucht man nicht nur, weil der Zoom eine ordentliche Vergrößerung hergibt, sondern auch, um zu Hause in Ruhe zu überlegen, was man da eigentlich gesehen hat. Immerhin 17 Vogelarten tummelten sich. Der Gänsesäger allerdings sägt jetzt woanders.
Dafür gab es einen anderen seltsamen Vogel zu sehen, den ich immer für eine religiöse Kulthandlung hielt: die Gabelweihe, auch unter dem Namen Rotmilan bekannt. Amseln gibt es in nass und trocken, und die Kohlmeise versucht sich im Schwirrflug wie der Kolibri. Vielleicht eine Kolmeise.

(Anklicken, um die Bilder der Galerie in voller Größe zu sehen.)

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Über Heidrun Jänchen

Physikerin, Autorin von Fantasy und Science Fiction und als Mitglied der Bevölkerung engagierte und unangepasste Bürgerin
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3 Antworten zu Paradies 1.9: Neue Vogelzählung

  1. Evelyn schreibt:

    Ja, liebe Heidrun, das Umweltinstitut München schlägt schon Alarm. Die Vogel- und Insektenbestände sollen wegen der Dünge- und Giftpraktiken in der Landwirtschaft gravierend rückläufig sein. Ich habe mich an der Vogelzählung nicht beteiligt. Weil ich meinen Balkon im Winter als 3,5 qm großes Vogelhaus pflege, stelle ich allerdings Rückläufigkeit fest. Ich vermisse seit drei Jahren die Grünfinken und den unregelmäßigen Besuch von Dompfaffen und Buchfinken. Ansonsten tummeln sich bei mir Amseln, Meisen, Spatzen, Ringeltauben und Rotkehlchen … Deine Fotos sind sehr schön! So bewandert wie Du, bin ich bei der Identifikation nicht. Habe gerade den Zilpzalp am nahen Kreidebergsee erklärt bekommen 🙂 … Übrigens pflege ich seit 2014 auf meinem Blog zwei Petitionsseiten, eine für die Bienen, die zweite gegen TTIP, CETA und TISA.

    • Heidrun Jänchen schreibt:

      Was den Verbleib von Dompfaff und Buchfink angeht, kann ich helfen: Die sind in Lichtenhain. Wir hatten sie sehr regelmäßig am Futterhaus. Die Stadtrandlage, verbunden mit einem Schlehen- und Rosengestrüpp, ist für Vögel besonders attraktiv – die haben’s auch gern schön.
      So „bewandert“ bin ich jetzt auch nicht. Ich bewandere mich bei Bedarf mit einem dicken Naturführer und Internet. Das hilft meistens, aber nicht immer. Deshalb muss die Kamera immer mit – ein Foto hält wenigstens still, und man kann in Ruhe Seitenstreifen auf den Flügeln, weiße, braune und rote Flecken oder Schnabelformen vergleichen. Den Zilpzalp kenne ich allerdings noch nicht.

      • Evelyn schreibt:

        Siehste, in meiner Wohngegend, mitten in Lüneburg, doch mit viel Grün, sind einige Bäume „verschwunden“ (machen ja Dreck, Stirn runzel), darunter eine prächtige Kiefer und eine sehr große Eberesche. Klar, dass dann die Vögel nach Lichtenhain ziehen 🙂

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