In Jena macht man sich ins Hemd, was nichtöffentliche Tagesordnungspunkte von Stadtrat und seinen Ausschüssen betrifft. Als ich noch ein gewöhnlicher Bürger war, wollte ich per Bürgeranfrage mal erreichen, dass man wenigstens das Thema dieser Punkte veröffentlicht. Mein Favorit ist immer noch „Protokollkontrolle nichtöffentlich“. Geht nicht, erfuhr ich, weil die Daten Dritter geschützt werden müssen. Nachfrage meinerseits: Wo werden bei Punkten wie „Vereinszuschüsse – Beratung“ oder auch „Vergabe der Planungs- und Ingenieurleistungen für das Modellvorhaben „Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum Jenas“ im Rahmen des Forschungsfeldes „Green Urban Labs““ die Belange Dritter unsittlich berührt? Das wusste selbst der Rechtsamtsleiter nicht. Zwei Wochen später antwortete man mir dann, es sei einfach viel zu aufwendig, diese Dinge zu veröffentlichen. Das stünde in keinem Verhältnis zum Informationsgewinn für die Bürger. Aha.
Es geht auch anders. Uhlstädt-Kirchhasel macht es vor:

Ich argwöhne allerdings, dass man vor Beginn des nichtöffentlichen Teils Ohrenstöpsel und Augenbinden ausgibt. Vielleicht.