Im Rotlichtviertel von Eindhoven

Dienstreisen im November bringen es mit sich, dass man erst wieder in den öffentlichen Raum entlassen wird, wenn es draußen schon stockdunkel ist. Außerdem hat man mich in einem langweiligen Hotel zwischen den dubiosen Vororten Best und Acht geparkt. Also Turnschuhe anziehen und davonlaufen. Das geht in Eindhoven ziemlich gut, denn Holland ist vor allem flach. Außerdem (deswegen?) gibt es luxuriöse Fuß- und Radwege.
Am Anfang ist der Weg mit einer Abart der Pilzleuchte bestückt, mit Leuchtstoffröhren als Leuchtmittel. Lichtfarbe ziemlich weiß, aber eher sparsam in der Helligkeit. Da der Weg in schönster Ordnung ist, reicht die Befunzelung völlig.
Auf der Einfallsstraße, die weit oben den Radweg überquert, stehen Natrium-Niederdrucklampen in einem freundlichen Mirabellengelb. Wir erinnern uns: das bisher effizienteste Leuchtmittel überhaupt. In Eindhoven wirkt es nicht, als wollte man die demnächst verbieten.
Und dann kommt der Hammer: LED-Leuchten, soweit das Auge reicht. Ich befinde mich im naturnahen Raum: links ein Feld, rechts ein Gewässer. Die LED leuchten rot, sehr viel langwelliger als die üblichen Natrium-Hochdrucklampen, die durch Zusatz von anderen Gasen einen leicht rosigen Stich haben. Es handelt sich möglicherweise um die seltsame Farbe Amber mit einem Maximum bei 590 nm. Vielleicht sind sie aber auch noch langwelliger. Ich hätte auf 615 nm getippt. Der Weg ist immer noch bestens zu erkennen, aber die Lampen nerven weit weniger als die weißen Leuchtstoffröhren. Was das Beste ist: Der Weg ist heftig begangen und befahren, obwohl es mit der Farberkennung nicht weit her ist und man nicht auf fünfzig Meter das Gesicht entgegenkommender Personen erkennen kann.
Als ich denke, gemütlicher könne es nicht werden, kommt ein Stück, auf dem die Lampen herumstehen und Pause machen. Es ist duster, aber da der Weg immer noch in schönster Ordnung … Es ist Halbmond irgendwo über den Wolken, die Dunstglocke wirft jede Menge Beleuchtung zurück. Dunkel ist was anderes. Auch fünfzig Meter nach der letzten werktätigen Lampe ist der Weg problemlos zu erkennen, weil rotes Licht das Nachtsehen kein bisschen beeinträchtigt. Nach der Theorie war mir das klar, aber es funktioniert tatsächlich.
Irgendwann tauchen weitere rote LED-Lampen auf und den Weg in ein verträumtes Licht, das keinen Nachtfalter und keine Fledermaus beunruhigt. Sowas will ich auch haben.

(reinklicken, um die Galerie zu öffen)

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Ich bin Deutschland

Da die Leitkulturdebatte noch nicht ausgestanden ist …

BundesadlerSolange wir im Lande bleiben, sehen wir vor allem die Unterschiede, die Nuancen, die Regionalismen. Ich frage zum Beispiel alle Welt, wie sie das textile Dingsbums nennen, mit dem sie den Fußboden säubern. Es gibt sogar Forschungsprojekte zu diesem Thema.
Wenn man wissen will, wie man ist, muss man ins Ausland. Die erklären einem das.
Deutsch hört sich an wie Männer, die zu Marschmusik marschieren, sagte mein französischer Kollege. Und Französisch, erwiderte ich, als sei einer draufgetreten. Worte haben die Deutschen! Er hatte mein Wörterbuch erwischt. Schuttabladeplatz! Wie kann man solche Worte machen? Was heißt das, fragte ein anderer. Place d’ordures. (Warum klingt das französische Wort für Müll so sehr nach Ordnung?) Kannst du Bayrisch? Nein, ich bin aus Sachsen. Sächsisch? Ja, klar, ich kann nichts anderes.
In Deutschland kann man auf den Autobahnen so schnell fahren, wie man will, wissen sämtliche amerikanischen Kollegen. Ja, im Prinzip schon, sage ich, es sei denn, da ist eine Baustelle, und man schleicht mit 60 dahin. Kilometer, nicht Meilen. Einer will wissen, wie man „Schatzi“ schreibt. Er hat einen dachshund. Ein anderer kriegt sich nicht ein, weil er mich morgens gegen halb 7 beim Joggen gesehen hat. Du läufst? Auf der Straße?! Äh, ja, und kein Mensch überfällt in den USA Jogger, weil man Angst hat, sich mit Wahnsinn anzustecken.
In Katalonien verkaufen sie ensalada alemana. Oder so ähnlich. Josep und seine Freunde erklären mir, was da drin ist: Bratwurst, Kartoffeln, sauer eingelegte Zwiebeln … Bei uns gibt es so etwas nicht, sage ich, und wir lachen. In Katalonien haben sie übrigens Bratwurst, und wenn es kein Sakrileg wäre, würde ich sagen, dass sie mit der Thüringer durchaus … Nein, ich will weiter hier leben.
In den USA halten sie deutschen Kaffee für eine akute Gesundheitsgefahr. In Frankreich erklärten sie mir, es gäbe den dünnen deutschen Kaffee, den gemeingefährlichen katalanischen und den normalen französischen dazwischen.
Ihr gebt euch die Hand? Auch Frauen untereinander? Wirklich? Die Frau eines anderen französischen Kollegen schaut mich entgeistert an. Äh, ja. Tun wir. Nach drei Monaten habe ich mich an die symbolischen Küsse gewöhnt.
Die afghanische Ingenieurin schraubt mit der gleichen Begeisterung im Fernseher herum wie ich. Keine Pointe. Ingenieure aller Länder, schraubt zusammen, was zusammen gehört. Die koreanischen Manager fühlen sich von mir als Frau beleidigt. Die japanischen übersehen mich ganz einfach – in einem Abstand von einem halben Meter.
Der Neuseeländer, der uns zum Einstieg des Wanderweges über den Tongariro bringen wird, arbeitet seine Frageliste ab: Feste Schuhe? Wir nicken. Wasser? Nicken. Regenfeste Kleidung? Nicken. Nahrung? Er schaut hoch, schüttelt den Kopf. Was frage ich eigentlich? Die Deutschen sind immer gut organisiert. Wenn man irgendwo mehr als drei Kilometer zu Fuß gehen muss, sind 90 % der Leute, die man trifft, Deutsche. Überall auf der Welt.
Die chinesischen Lieferanten halten mich für grob unhöflich, weil ich ohne mit der Wimper zu zucken „ja“ und „nein“ sagen kann. Aber die Putzfrau ist noch verwirrter, weil ich sie jeden Morgen grüße. Ich bin riesengroß, habe eine spektakuläre Haarfarbe und unglaubliche Augen. Ich bin eine Sehenswürdigkeit.
Die Belgier halten mich für ihresgleichen, wenn auch mit einem leichten Sprachproblem. Sie amüsieren sich köstlich über meine Versuche, aus ihrem Flämisch schlau zu werden. Für einen Moment bin ich Teil einer westlichen Wertegemeinschaft, die meint, man müsste die Rechte der arbeitenden Bevölkerung unbedingt schützen.
Der Hostelbesitzer in Island strahlt mich an. Du hast einen isländischen Namen! Ich bin Deutschland. Oder vielleicht doch Island.

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Leitkultur und Hummeln

Herr Gauland von der AfD möchte Frau Özoguz nach Anatolien „entsorgen“, weil sie gesagt hat:
„Sobald diese Leitkultur aber inhaltlich gefüllt wird, gleitet die Debatte ins Lächerliche und Absurde, die Vorschläge verkommen zum Klischee des Deutschseins. Kein Wunder, denn eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar. Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unsere Geschichte geprägt.“
Ihr Artikel ist es wert, vollständig gelesen zu werden, weil er ein Plädoyer für das Grundgesetz ist. Die beleidigten Leitkulturler reißen den Satz aus dem Zusammenhang und regen sich darüber auf, dass man ihnen die Kultur abspricht (und das zu Recht. Verstehendes Lesen gehört zu MEINER Leitkultur).
Ich frage mich, seit ich den verwaisten Satz gelesen habe: Gibt es eine typisch deutsche Kultur jenseits der Sprache?
Was ist typisch deutsch? Mir fällt genau eins ein, was von Nordsee bis Alpen und von Rhein bis Oder typisch deutsch ist: Brot. Deutsche im Ausland leiden tatsächlich unter schlechtem Brot, und wenn es nicht mindestens 10 Sorten gibt, die sich nicht nur in der Form (wie in Frankreich), sondern auch in Geschmack und Zusammensetzung unterscheiden, reagiert der Deutsche griesgrämig. Schon beim Bier hört es auf. Ich mag keins, und damit bin ich nicht allein. Christliche Wertegemeinschaft? Nicht im deutschen Osten. Bratwurst? Das ist ein Thüringisch-Fränkisch-Bayrisches Phänomen, und diese drei Völkerschaften sind sich in Sachen Wurst spinnefeind, wo doch völlig klar ist, dass die Thüringer die beste ist. Fußball? Es gibt eine große Minderheit, für die Fußball vor allem nervige Polizeiabsperrungen und trunkene Bierbauchträger bedeutet. Ich liebe den Schwaben Schiller, während mir der Geheime Rat Goethe mit seiner Bildungsprotzerei auf die Nerven geht, aber Millionen Deutsche lesen weder den einen noch den anderen freiwillig.
Wir trennen mit wahrhaft religiöser Begeisterung unseren Müll. Da sind andere Völkerschaften noch ganz am Anfang. Tendenziell gehört auch die Kriegsunlust zu den typisch deutschen Tugenden, obwohl man das angesichts unserer Regierung, die vom Volk immer wieder gewählt wird, nicht so recht glauben mag.
Weder die Karfreitagsprozession noch die Dorfkirmes oder der Schützenverein dürfen als typisch deutsch gelten. Es gibt Millionen Nichtchristen, Städter und Yoga-Praktizierende. Ich wäre versucht, Reise- und Wanderlust aufzulisten, wenn ich nicht genau wüsste, dass viele Deutsche nie den deutschen Sprachraum verlassen und allenfalls bis Mallorca kommen, weil man da Deutsch spricht und Schnitzel brät. Oder gar nicht erst vom Sofa steigen.
Um ganz ehrlich zu sein: Angesichts von „Weckla“, „Feudel“ oder „Hitsche“ bezweifle ich zuweilen, dass es eine einheitliche deutsche Sprache gibt. Das kann man ganz schrecklich finden – oder spannend und witzig.
Der Nachbar bezieht seinen Grassamen aus England, entfernt akribisch jedes Fremdkraut und mäht ihn allwöchentlich auf 5 cm herunter. Bei mir wachsen Klee, Minze, Vergissmeinicht, Löwenzahn und Gänseblümchen herum. Die Hummeln haben ihre Entscheidung getroffen, und die Ökologen vom Jena-Projekt meinen, mein Unkrauf sei resistenter gegen alle Unbilden der Welt.

PS: Ich freue mich auf den Kommentar eines Schützenvereinsmitgliedes, das natürlich auch Yoga trainiert. Eine muslimische Schützenkönigin gibt es ja auch bereits.

PPS: Zur ersten Runde der Leitkultur-Debatte kursierte im Web ein Fragebogen, mit dem man die Integrationsleistung von Zugewanderten testen wollte. Ich habe ihn abgearbeitet. Das Ergebnis lautete: „Du bist wahrhaftig Deutschland.“ Gute Nacht.

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Ökologisch korrekt bechern

KaffeeDie Grünen in Jena tun sich mit Ökologie schwer. Dafür haben sie einen Sinn für die unwichtigen Kleinigkeiten des Lebens. Der Gegenstand ihres neusten Kreuzzuges: der Papp-Kaffeebecher. 3 Milliarden davon werden in Deutschland verkauft, behaupten sie – ohne Angabe einer Zeiteinheit. Schrecklich, meinen sie. Der Coffee-to-go-Becher muss weg.
Ich bin so uralt, dass ich mich an Zeiten erinnern kann, in denen Bohnenkaffee, auch Richtiger Bohnenkaffee genannt, so teuer war, dass keiner auf die Idee gekommen wäre, ihn im Laufen runterzuschütten. Dazu setzte man sich und genoss. Darüber könnte man reden. Die Leute haben ein Problem mit dem Genießen. Aber das ist nicht der Ansatz der Grünen. Sie wollen hektisch-modernen Lifestyle mit grünem Ablasszettel. In diesem Fall: mit Becherpfand.
Wie allgemein bekannt ist, ist die Mehrwegquote seit Einführung des Dosenpfandes deutlich gesunken. Das war auch so eine grüne Weltrettungsidee.
Ihre alarmistischen Daten haben die Grünen bei der Deutschen Umwelthilfe abgeschrieben. Die rechnet höchst abenteuerlich, ausgehend vom Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee über den Anteil von Außer-Haus-Kaffee und den Milchanteil im Kaffee aus, dass jeder Deutsche 34 Wegwerfbecher pro Jahr verbraucht.
Belastbare Zahlen hat man nicht, lediglich Befragungsergebnisse aus Berlin, basierend auf einer Stichprobe von nur 1.001 Bürgern. Ein Drittel der Berliner konsumiert Kaffee aus Pappbechern, „viele bis zu zehnmal im Monat“. „Bis zu“ ist so ziemlich die vageste mögliche Angabe. Man kann das bei Emnid nachlesen. 10 % der Berliner verbrauchen mehr als 10 Becher pro Monat, weitere 9 % irgendwas zwischen 4 und 10 – da liegt also schon ein Faktor von 2.5 drauf. Es geht insgesamt um eine kleine Minderheit, die wirklich viel Müll produziert – und eine große Mehrheit, die nur hin und wieder aus Gründen zur Pappe greift. Zudem ahnen selbst die Leute von der Umwelthilfe, dass auf dem Land schon mangels Gelegenheit der Becherverbrauch deutlich niedriger ist.
Aus Erfahrung weiß ich, dass Bäcker in aller Regel coffee-to-sit (oder -to-stand) ebenso wie den zum Weglaufen im Angebot haben. Auch Tankstellen haben teilweise beides. Meine 65-Menschen-Firma, die mit Kaffee-Antrieb läuft, hat schon vor Jahren Keramik statt Pappe eingeführt (macht rund 150 Becher weniger am Tag, also etwa 30.000 im Jahr!) und deckt etwa 90 % meines Außer-Haus-Kaffeekonsums ab. Nur wenn ich zwischen Flügen und Zügen durch Bahnhöfe haste, greife ich zum Wegwerfbecher. Man darf die Statistik also anzweifeln. Und die Wirksamkeit von Becherpfand. Soll ich allen Ernstes meinen eigenen Edelstahlbecher auf Dienstreisen mitschleppen? Ich wage nicht zu berechnen, wieviel dessen Transport in einem Flugzeug nach China und zurück an Treibstoff kosten würde.
Wieviel Energie die Herstellung eines Mehrwegbechers kostet, unterschlägt die Umwelthilfe. Wie lange ist er im Einsatz? Wie oft fallen Tassen in Bäckerläden herunter? Wann sind sie von der Spülmaschine so zur Unansehnlichkeit gespült, dass sie im Müll landen? Sie behaupten, für die Reinigung brauche man nur wenige Millilter Wasser, während die Herstellung eines einzigen Pappbechers einen halben Liter verschlingt (Was so nicht stimmt. Das Wasser wird angeschmuddelt, aber nicht verbraucht. Es kommt wie bei der Kuh am anderen Ende wieder heraus, und die wichtige Frage ist die der Klärung. Die Wüste in der Sahel-Zone wird kein bisschen feuchter, wenn wir in Deutschland Wasser sparen.). Eine ordentliche, wissenschaftlich belegbare Ökobilanz gibt es nicht.
Mit anderen Worten: Die weltrettende Wirkung des Kaffeebecherpfandes ist mehr als fraglich. Ich hätte, statt die Stadtverwaltung zur Erarbeitung eines derartigen Konzeptes zu verpflichten, lieber einen Winterdienst auf Radwegen. Davon abgesehen entspricht ein einziges der A1-Doppelplakate, die gerade die Grünen im Wahlkampf so verschwenderisch aufhängten, etwa 38 Kaffeebechern, und das ist mehr, als der Durchschnittsdeutsche im Jahr verbraucht.

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Das wahre Leben: A9

Sonntag Mittag, aber die Autobahn am Kreuz München-Irgendwas ist so voll wie im besten Berufsverkehr. Ich sortiere mich mit Mühe auf die A9 in Richtung Nürnberg. Aus dem Radio hämmert AC/DC: „I’m on a highway to hell …“
Na, na, denke ich, so schlimm ist Nürnberg nun auch nicht.
Gefühlte Jahre später erreiche ich den vermuteten Ort des Bösen. „Nürnberg-Feucht“ steht an der Ausfahrt. Das ist untertrieben. Es gießt wie aus Eimern. Ich frage mich, wie sie bei diesem Wetter die Feuer in Gang halten. Insgeheim glaube ich ohnehin, dass es in der Hölle nass und kalt ist. Allein der Anblick der klatschnassen Autobahn unter tiefschwarzen Wolken macht mir kalte Füße.
Auf Höhe Pegnitz – mir wachsen inzwischen Schwimmhäute – ein braunes Schild am Straßenrand: „Teufelshöhle Pottenstein“.
Es gibt kein Entrinnen. Auf der A9 lastet ein höllischer Fluch. Aber der ist nass.

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Das wahre Leben: Firmennamen

Das Zeiss-Werk in Jena steht – wo schon – in der Carl-Zeiss-Promenade. In Babenhausen, einem Ort von großer Unwichtigkeit, steht in der VDO-Straße ein riesiges, ehedem zu Siemens VDO gehörendes Werk. Dem Hauptsteuerzahler der Stadt zuliebe nennt man schon mal eine Straße um, damit die Adresse stimmt.

RobertWelscher
In Südtirol treibt man das noch weiter. Dass Robert Welscher eine Ofenbau-Firma hat, ist nicht sonderlich lustig. Nur wenn man sich umdreht und fünfzig Meter weiter das Ortsausgangsschild sieht, weiß man: Hier macht man ganze Dörfer passend.

Welschnofen

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Menschenhandel in Jena

Erschröckliches musste ich dieser Tage in Jena entdecken. Von wegen Lichtstadt! Vor aller Augen bietet da ein Sklavenhändler seine Ware feil:

reduzierteDamen

Auf den ersten Blick fand ich das ganz schön frauenfeindlich, aber wenige Meter später stellte ich fest, dass es Männern nicht besser ergeht:

reduzierteHerren

Da werden wohl die Mauerblümchen der letzten Ü30-Party verhökert. Oder hat man sie, weil der Kleine Mann gerade so ungemein beliebt ist, etwa auf die halbe Größe geschrumpft? Puh, das wäre ja noch grausliger.
Ja, da ist man von Herzen froh, dass man weder besonders herrlich noch besonders dämlich ist.

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