Dann lieber Fjorde

Der Parkplatz an der Höhle kostet extra. Er ist mitten im Nichts. Wegen des lärmenden Steinbruchs nebenan kann man ihn außer zum Höhlenbesuch zu nichts gebrauchen. Als wir ankommen, ist unser Auto das einzige auf dem riesigen Platz, als wir wieder wegfahren, haben sich noch vier Deutsche und ein Niederländer eingefunden. (Die Führung gibt es natürlich nur in Tschechisch, was weltweit ja jeder spricht). Der Wächter hat in zwei Stunden ungefähr 8.40 € eingenommen. Es ist völlig ineffizient, aber wo würde man hinkommen, wenn man Touristen kostenlos irgendwo parken ließe.
Und so geht das weiter. Parken kostet extra, Fotografieren kostet extra, wenn es nicht gleich ganz verboten ist. Und auf der Burg, man glaubt es kaum, kostet auch die Notdurft.
Dabei sind die Burgen und Schlösser alles andere als billig. Auf Burg Karlstejn ist man mit 20 € dabei, Besichtigung nur mit Führung. Das heißt, mit 20 € kommt man davon, wenn man Tscheche ist. Braucht man eine englische Führung, dann gibt es einen Aufschlag von 76 % – macht 35 € pro Nase. Es kostet sogar mehr, wenn man die tschechische Führung nimmt und einen eigenen Übersetzer mitbringt. Touristen müssen unter allen Umständen mehr bezahlen. In Tschechien kann man Dinge erleben, die man sonst nirgends auf der Welt geboten bekommt …
CzechOnlyWer noch nicht begriffen hat, dass ausländische Touristen mit Ausnahme ihres Geldes nicht recht willkommen sind, der bekommt vom Gastwirt unterhalb der Burg noch einen unmissverständlichen Hinweis. Ich habe gewiss Verständnis für Einheimische, die rein zufällig neben einer Hauptsehenswürdigkeit wohnen und von den Touristenherden überrannt werden. Ich hätte mich über ein „Nur für Dorfbewohner“ nicht aufgeregt. Aber „Nur für Tschechen“ ist schon speziell – besonders wenn man mit seinem Laden vom Tourismus lebt.
„Stell dir mal vor, was passieren würde, wenn das einer in Deutschland machen würde“, sagt der häusliche Gefährte.
„Dann würde es einen Aufschrei geben, und zwar zu Recht“, sage ich.
„Und warum gibt es hier keinen Aufschrei?“
„Das zeigt die moralische Überlegenheit der Deutschen.“
Wobei wir noch einiges zu tun haben, um an die Fremdenfreundlichkeit der Norweger heranzukommen, wo es nicht nur alle halbe Fahrtstunde freie Parkplätze mit Plumpsklos gibt, sondern auch Supermärkte, die Kaffee, eine Mikrowelle und eine Toilette nebst Dusche und Waschmaschine im Angebot haben – kostenlos natürlich. Wer braucht schon Tschechien?

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Alle Jahre wieder

„Wir sind ein Volk.“
„Mir och.“
Das ist ein Witz aus den 90igern, als man noch dachte, man könnte über die deutsche Vereinigung Witze machen. Inzwischen versucht man nicht einmal mehr das.
Sie feiern wieder und halten salbungsvolle Reden. Aber wenn der Osten nicht so funktioniert, wie es erwartet wird, also ein bisschen jämmerlich, ärmlich und peinlich, dann graben sie sofort die DDR aus. Ich glaube, das werden sie tun, bis der letzte DDR-Bürger im Grab liegt. Weil es nicht sein kann, dass die Ursache irgendwo in den letzten 28 Jahren liegt.
Auch die Nachrichtensendung im Staatsfunk reduziert das verlorene Land ganz schnell auf Stasi und verfolgten Künstler und Neuntklässler, die versuchen, eine angepasste Meinung dazu zu haben. Und solange man das tut, solange wird nichts zusammenwachsen. Sie reden nie über die Berufsverbote, sie reden nie darüber, dass bis heute Leute vom Verfassungsschutz überwacht werden, obwohl man ihnen nicht mehr als eine politische Haltung vorwerfen kann. Unter den Berufsverbotsopfern waren radikale Pazifisten, die einfach nur der Militarisierung des deutschen Westens im Wege standen. Man erzählt Schauergeschichten über Kinderheime in der DDR und kehrt die Schauergeschichten aus den Kinderheimen der BRD unter den Teppich. Eine Teenager-Schwangerschaft konnte im Westdeutschland der 50er Jahre direkt ins Erziehungsheim führen. Erzählt mir was von Unrecht …
Sie sehen den Splitter im Auge der Ostdeutschen, nicht aber den Balken im eigenen.
In München gehen Zehntausende gegen die Verschärfung des Polizeigesetzes auf die Straße, das unter anderem praktisch unbegrenzte Vorbeugehaft ermöglicht, also das Einsperren von Leuten, die nichts Kriminelles getan haben. Man nennt sie gefährlich und sperrt sie ein. So einfach geht das 2018 in Deutschland. Aber immerhin – es gehen Zehntausende auf die Straße. In Bayern. Das ist, glaube ich, die einzige sinnvolle Art, diesen absurden Feiertag zu begehen.

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Das wahre Leben: Getroffen

Uist_schafe

Beim letzten Paintball-Match gegen die Kühe von Old McDonald hatte die Crew von Molly McMae sowas von gar keine Chance …

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Uibhist a Tuath: Früher war’s wärmer

Ihr kennt das: Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Galerie.

Meine inzwischen drei Schottland-Reiseführer sind merkwürdig einsilbig, wenn es um die Äußeren Hebriden geht, selbst der, der sonst jede Hundehütte auflistet.
Uibhist a Tuath ist sich nicht sicher, ob es lieber Land oder Wasser sein möchte. Selbst auf Hügeln steht man unversehens bis zum Knöchel im tiefbraunen Wasser. Man hat das Gefühl, das Land gibt es überhaupt nur, damit die zahllosen Lochs und Löchlein nicht auslaufen. Leider geht damit ein Mangel an Wanderwegen, die man ohne Gummistiefel bewandern kann, einher.
Erstaunlicherweise war die Gegend schon in der Steinzeit bewohnt. Es soll damals wärmer gewesen sein. Vielleicht hat man damals auch die Strände angelegt. Die Loseblattsammlung im Tractor Shed, einer Mischung aus Hostel und Campinghüttenplatz, vermerkte etliche Überbleibsel aus der Vorzeit. Einfach so drauflos fahren und hoffen, dass die Dinger schon ausgeschildert sein werden, ist der falsche Ansatz. Es ist sehr wenig ausgeschildert, und Parkplätze am Straßenrand sind auch eher Zufall. Am besten, man sucht sich die genaue Position auf https://www.visitouterhebrides.co.uk/see-and-do/culture-and-heritage/archaeology heraus oder schleppt die Beschreibung des Tractor Shed mit.
Da wäre zum Beispiel der einzelne Standing Stone auf einem Hügel an der Commission Road, der Straße quer über die Insel. Er wirkt ein wenig betrunken; zumindest hat er Probleme mit dem Aufrechtstehen. Aber er hat einen grandiosen Ausblick. Geselliger sind Finn’s People oder auch Piobull Fhinn, eine Steinsetzung am Rande des Loch Langais. Besonders beeindruckend sind sie allerdings nicht. Statt ordentlich im Kreise zu stehen, machen sie anscheinend gerade Rauchpause.
Es gibt eine Reihe von Cairns, Hügelgräbern. Barpa Langais ist sogar beschildert und hat einen Parkplatz, aber vor ein paar Jahren ist die Decke eingestürzt. Deshalb kann man heute nur bedächtig rundherum laufen und die ebenfalls grandiose Aussicht genießen. Die Toten hatten einen schönen Blick, nur windig war es da oben. Zwischen Malacleit und Griminish findet man auch noch die Reste eines Wheelhouses, eines runden steinzeitlichen Hauses, das früher mal ein hohes Kegeldach gehabt haben könnte. Das Spannendste da ist allerdings der Weg über die Schafweide, denn die Mauerreste sind von Brennnesseln überwachsen.
Mehr zu sehen gibt es am Dun an Sticir. Uibhist ist voll mit dem, was man anderswo crannogh nennt, dort aber dun. Das sind kleine künstliche Inseln mitten in einem Loch, wo die Urahnen zu leben pflegten. Wer ihnen auf die Pelle rücken wollte, musste durchs Wasser. Die meisten sind unauffällig und könnten ebensogut natürlichen Ursprungs sein. Zum Dun an Sticir kann man über einen Dammweg hinüberlaufen und die Reste der Ruine bewundern, die bis ins Mittelalter bewohnt wurde. Es ist ein inverser Burggraben. Das Wasser war schon da, und man hat die Burg in die Mitte gezimmert.
Schließlich wäre da noch der Scolpaig Tower, der zwar irgendwie mittelalterlich aussieht und auf einem Dun steht, aber erst im 19. Jahrhundert als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gebaut wurde. Da er keinen wirklichen Zweck hat, verfällt er langsam. Einen Weg gibt es natürlich nicht, nur ein paar Schafe, die einen neugierig beäugen, wie man das tägliche Paar nasser Socken erzeugt.
Mitunter wünscht man sich die liebevoll befestigten und beschilderten Wege, die es in Skandinavien gibt. Auch ein gelegentliches Klohäuschen wäre nett. Aber andererseits ist die fehlende touristische Infrastruktur der sicherste Schutz gegen Touristenherden.

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Die grüne Oase

Geradezu euphorisch berichtete in dieser Woche die Lokalpresse, in Jena, wo sonst vor allem abgeholzt und gepflastert wird, habe man eine neue grüne Oase geschaffen, einen sogenannten „Pocket Park“ in einer Baulücke.

PocketPark0

Ich dachte an Cahors und seine geheimen Gärten, die aus jeder noch so kleinen Lücke wuchern. Das gibt es jetzt in Jena? Das musste ich sehen, und ich war nicht allein. Ich konnte beobachten, wie immer wieder Bürger zielgerichtet der Oase zustrebten, sichtlich verwundert stehenblieben und schließlich kopfschüttelnd weitergingen.
Denn die grüne Oase sieht so aus:

PocketPark1

Gutwillig könnte man annehmen, dass die Gerüste mit Turnhallen-Charme berankt werden sollen. Nicht weit davon gibt es vor dem Kino eine Pergola, die berankt werden sollte. Ein gutes Referenzobjekt. Es ist ein Monstrum aus orangeroten Stahlsäulen, und im Sommer kriecht der Knöterich etwa das untere Viertel hoch. So ist das seit ungefähr 20 Jahren. Aber das ist nicht der eigentliche Witz. Die Sitzflächen – natürlich ohne Lehne – sind durch ein ordentlich verschlossenes Gitter vor missbräuchlicher Benutzung geschützt. Könnte ja sonst sein, da setzt sich einer drauf und nutzt das Kunstwerk einfach so ab. Immerhin: Es lädt zur Betrachtung ein. Vielleicht sollte man noch ein Schild anbringen: Bürger müssen draußen bleiben.

PocketPark2

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Sächsimus

Wenn ich sehe, wie Horden mit ausgestrecktem rechten Arm durch Chemnitz marschieren und skandieren: „Wir sind die Fans – Adolf Hitler Hooligans“, dann kommt mir der kalte Kaffee hoch. Ich bin mit dem „verordneten Antifaschismus“ groß geworden, und ich habe das Gefühl, das war wie die zwangsweise Tuberkuloseimpfung gut für mich. Faschismus ist widerlich, da möchte man sich nicht anstecken.
Allerdings sind die Reaktionen der moralisch Überlegenen auch geeignet, nach einem Eimer zu schreien.

Die Diskutanten sind übrigens beide aus dem Westen, der Verteidiger der aufrechten Sachsen allerdings vor längerer Zeit in den Osten gezogen. Die Dame hat es vorgezogen, in Köln zu bleiben und vom ganz hohen Ross auf die blöden Ostdeutschen herabzublicken.

Sie meint auch, der Solidaritätszuschlag sei vielleicht nicht gerechtfertigt gewesen und die Ostdeutschen müssten froh sein, dass ihre ostdeutschen Arbeitsjahre „einfach so“ anerkannt wurden, obwohl der Staat pleite gewesen wäre. Nun war die DDR nie so pleite, also so verschuldet, wie es die Bundesrepublik Deutschland ist, und „einfach so“ ist auch nicht. Der Rentenpunkt im Osten ist bis heute weniger wert, und Angestellte im öffentlichen Dienst sind arbeitsvertraglich jünger, als ihr Geburtsdatum vermuten ließe (das Gehalt hängt da vom Alter ab). Zu den westdeutschen „Eliten“, die man uns nach der Wiedervereinigung übergeholfen hat, sagt sie übrigens ebensowenig wie zu den kriminellen Machenschaften der Treuhand. Es fehlt nur noch der Spruch „Dann sollen sie halt Kuchen essen.“
Und das ist Teil des Problems. Man hat den Osten nicht nur ausgeplündert und entindustrialisiert, man hat ihn auch 27 Jahre lang gedemütigt. Sachsen wird seit Menschengedenken von der CDU regiert. Das ist absurd, aber Wähler sind nicht logisch. Nach der Wiedervereinigung gab es eine Art betreutes Regieren. Ausgemusterte Politiker aus dem Westen übernahmen im Osten die Führung. Kurt Biedenkopf in Sachsen, Bernhard Vogel in Thüringen. Beide Regierungen waren auf dem rechten Auge blind. Sie waren viel zu sehr damit beschäftigt, die DDR zu delegitimieren. Wenn man Kindergartenversorgung, Ganztagsschule oder Impfrate in der DDR lobt, bekommt man fast zwangsläufig zu hören: „Ja, die Autobahnen waren auch nicht schlecht.“ Bis heute.
Im Osten Deutschlands wurden alle Strukturen, die man im goldenen Westen „Zivilgesellschaft“ nennt, zerschlagen: mit der Pionierorganisation, die so harmlos war wie die Pfadfinder, die Schulsozialarbeit, mit der FDJ die Jugendclubs. Selbst der Philatelistenverband, Teil des Kulturbundes, wurde wegen Systemnähe beseitigt. Lehrer wurden an den Pranger gestellt und ihrer Autorität beraubt. Kommunen mit 30 % Arbeitslosen waren so bettelarm, dass sie sich die Hüpfburg zum Stadtfest nicht leisten konnten. In dieses Vakuum strömten die Rechten mit dem Versprechen, sich zu kümmern und die Ostdeutschen als Deutsche ernst zu nehmen. Die westdeutschen Führungskräfte in Politik und Verwaltung ignorierten das, sorgte es doch dafür, dass die Linken, die damals noch PDS hießen, nicht zu erfolgreich wurden. (Im Falle des NSU ist es aktenkundig, dass der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes die Hände über das mörderische Trio samt Unterstützernetzwerk hielt).
Biedenkopf musste schließlich wegen diverser Skandale und Skandälchen den Hut nehmen. Der Sachsensumpf, der auch kein Eigengewächs war, sondern ein westlich dominiertes Netzwerk, wurde nie ernstlich trocken gelegt. Viele Sachsen verließen den Freistaat in Richtung Westen, der Arbeit hinterher. Familien zerbrachen. Manche kriminelle Machenschaften der Treuhand wurden tatsächlich gerichtlich verfolgt. Wiedergesehen hat man vom ehemaligen Volkseigentum freilich nichts. Viele haben sich inzwischen berappelt. Da und dort gibt es kleine Unternehmen, die Sachsen gehören. Aber genügend sind auf der Strecke geblieben.
Die sich nicht aufregen mochten, als man 25 % Arbeitslosigkeit im Osten einfach ignorierte, rümpfen jetzt die Nase über 25 % AfD-Wähler. Auch 2018 ist es noch leichter, die Ursache des braunen Mobs in „40 Jahren Demokratierückstand im Osten“ auszumachen, als zuzugeben, dass man den Osten einfach wie Scheiße behandelt hat. Scheiße ist braun und stinkt.

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Machair

Vom Strand aus, behauptete die Loseblattsammlung mit lokalen Sehenswürdigkeiten, führe ein Fußpfad quer durch das machair zurück zum Campingplatz. Super, sagten meine Füße, da wollen wir hin. Der Strand war unglaublich – weiß, endlos und mit einem doppelt so großen Himmel oben drüber. (Das geht, wie jeder weiß, der zu viel Mathematik abgekommen hat. Im Gegensatz zum zweidimensionalen Strand hat der Himmel drei Dimensionen – und ist nach oben offen.) Es war Wetter. Das Einzige, was nicht war, war ein Fußpfad.
Also lief ich auf dem schmalen Streifen zwischen Schafweide und Loch in die ungefähre Richtung. Ich löste mittlere Paniken bei den Graugänsen im Loch und den Schafen außerhalb der Koppel aus. Letztere hatten vermutlich ein schlechtes Gewissen und befürchteten, gehütet zu werden. Die Gegend war ausgesprochen wenig vertrauenswürdig. Bei jedem Schritt gab der Boden nach, und bei jedem zehnten stand man in brauner Brühe, die die Socken feucht hielt, wenn sie Gefahr liefen, auszutrocknen. Im hohen Gras verbargen sich wadentiefe Wasserlöcher verschiedenster Größe. Uibhist a Tuath ist sich nicht sicher, ob es Festland ist oder doch eher Wasser.
„Machair“ hatte sich entfernt wie Maquis angehört, ein trockenes Gestrüpp in Südfrankreich. Ich hatte an Heidekraut gedacht. Und dann war’s Sumpf.
Tags darauf lernte ich dank der Royal Society for the Protection of Birds, was machair eigentlich ist: Machair. Wie der Karst in Slowenien hat es das gälische Wort in die Fachsprache geschafft. Tatsächlich ist machair der einzige Boden in der Gegemd, der nicht wie ein Tafelschwamm ist (von Felsen mal abgesehen). Es ist eine Mischung aus dem üblichen Torf und dem muschelkalkhaltigen Sand, der als Düne aufs Land hochwandert. Das Ergebnis ist trocken, stabil und fruchtbar. Dem Kalktrockenrasen um Jena ist es nicht unähnlich, obwohl das mit den Muscheln bei uns schon eine Weile her ist. Wo die RSPB etwas zu sagen hat, lässt man die Felder streifenweise gelegentlich brach fallen, und es bilden sich Blumenwiesen. Die wiederum sind Nahrungsgrundlage für die Große Gelbe Hummel, die hier lebt.
Auf dem Machair, hieß es, würden Hafer und Gerste angebaut. Ein bisschen verblüfft hat mich allerdings, dass sie das auf ein und demselben Feld und durcheinander tun. Bestimmt gibt es dafür ein gälisches Wort.

(Eins der Bilder anklicken, um die Galerie zu öffnen …)

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